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Frankfurter Buchmesse 2016

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Hallo zusammen,

heute ist zwar noch der letzte Messetag in vollem Gange, aber ich möchte trotzdem schon mal meinen Bericht loswerden. Viel kann ich jedoch nicht schreiben, denn viel habe ich nicht erlebt. Es war mir zwar von Anfang an klar, dass der Samstag besuchertechnisch die Hölle sein würde, aber das, was ich gestern gesehen habe, hat meine kühnsten Erwartungen in den Schatten gestellt.

So. Viele. Menschen! 

Zusammen mit meiner Mama machte ich mich mit dem Zug auf nach Frankfurt. Am Frankfurter Hauptbahnhof kamen wir gegen 11 Uhr an und es folgte die erste Ernüchterung. Typisch die Mädels vom Lande hatten wir keine Ahnung, wo wir hin mussten. Wir irrten über den Bahnhof, suchten vergeblich nach einer Beschilderung. In Leipzig wurde das – meiner Meinung nach – sehr viel besser gelöst. Erst eine kleine Schrift unter einem S-Bahn-Schild wies uns den Weg zum Messegelände.

Dort angekommen kämpften wir uns durch die Menschenmassen. Ich dachte, dass es klug wäre, nicht sofort zwischen 9 und 10 Uhr mit dem ersten Ansturm auf der Messe zu sein. Gegen Mittag hätte sich alles vielleicht etwas verlaufen, so zumindest meine Idee.

Tja, Pustekuchen

Wir brauchten fast eine dreiviertel Stunde, um uns durch die sich im Schneckentempo bewegende Masse zum Drachenmond-Stand vorzukämpfen. Habe ich schon erwähnt, dass ich solche Menschenansammlungen hasse? Ich hasse es, wenn jemand vor mir “läuft”, dann mittendrin stehenbleibt und ich weder links noch rechts vorbei kann. Apropos links und rechts: Selbst wenn ich es gewollt hätte, hätte ich an keinem Stand stehenbleiben können, da ich von dem Pulk, in dem ich mich befand, einfach immer weiter gedrängt wurde. Schön und entspannt ist etwas anderes.

Meine Mama und ich hetzten dann noch in die Manga-Halle, damit ich wenigstens etwas zu sehen bekam, aber auch das hätten wir uns sparen können. Ich sah so viele tolle Cosplayer in wunderschönen Kostümen, aber ich konnte niemanden ansprechen, um ein Foto zu machen. Es ging einfach nicht. Ich war froh, dass ich atmen konnte, so eng und stickig war es dort. Von Weitem sah ich eine Yona, mehrere Links, einen Jyde und ganz viele andere, die ich gerne um ein Foto gebeten hätte. *grummel* 

Nach der Manga-Halle ging es zurück zum Drachenmond-Stand, denn meine Signierstunde stand an. Zumindest konnte ich die ein wenig genießen, ebenso die paar Minuten, die ich mich mit meinen Alpha-Leserinnen Jessica und Katha unterhalten konnte. Ich habe mich über jeden einzelnen gefreut, der zu uns an den Stand kam und ein paar Worte mit mir gewechselt hat. So viele Bücher wurden verkauft – ihr seid echt der Wahnsinn

Frankfurter Buchmesse Signierstunde

Für mich ist klar, dass ich nie wieder nur den Samstag mitnehmen werde. Die anderen Stände, die ich besucht habe, kann ich an einer Hand abzählen. Schade! Aber ich lerne daraus und werde im nächsten Jahr vielleicht auch am Freitag da sein. In Leipzig werde ich auf jeden Fall mehrere Tage dabei sein, das dauert ja auch nicht mehr so lange bis dahin. Ich fand es einfach schade, dass ich kaum genug Zeit hatte, um mit bekannten oder neuen Gesichtern ein paar Worte zu wechseln. Aber das ist wohl so an Messe-Samstagen  Ich werde daraus für die Zukunft lernen und mich nächstes Jahr besser organisieren.

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Und wisst ihr was? Wenn alles klappt, wie meine Verlegerin und ich uns das vorstellen, wird zur Leipziger Buchmesse mein neues Buch erscheinen! Bald gibt es alle wichtigen Infos dazu. Die Glücklichen, die eines der vergriffenen Programmhefte des Drachenmond Verlags ergattern konnten, haben das Cover und den Klappentext vielleicht schon entdeckt. 

Weitere Infos kommen Anfang November! Auf die Vorbesteller warten dann handgefertigte Goodies von mir! 

Weltenbeben - bald

 

Schreibjahr 2015 – Rueckblick

Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. 2015 war schreibtechnisch mein Jahr. Nicht nur, dass mein Debütroman “Divinitas” erschienen ist, ich habe auch eine Menge dazugelernt, habe erfolgreich am NaNoWriMo 2015 teilgenommen, währenddessen ich 50.000 Wörter innerhalb eines Monats geschrieben habe, und habe drei weitere Projekte unter Vertrag beim Drachenmond Verlag.

Die Resonanz zu “Divinitas”, die ich Ende diesen Jahres bekommen habe, hat mich einfach überwältigt! Sicherlich sind auch kritische Stimmen dabei, aber so ist es nun mal im Leben: Jedem kann man es nie recht machen. Aber damit kann ich umgehen. Solange die Kritik begründet ist und nicht auf einem einfachen “Fand’s scheiße” basiert, kann ich meine Lehren daraus ziehen und versuchen, es beim nächsten Mal besser zu machen. Allerdings ist das natürlich immer ein schmaler Grat. Während sich einige Leser mehr Ausführungen der ganzen Wendungen in “Divinitas” gewünscht haben, ist es so schon anderen zu langatmig. Wie gesagt, jedem werde ich es nie recht machen können und ich muss versuchen, meinen eigenen Weg zu finden.

Doch zurück zum eigentlichen Thema. In diesem kurzen Blogpost möchte ich mein Schreibjahr 2015 Revue passieren lassen. Ein kleiner Rückblick, was ich 2015 alles geschafft und mir für 2016 vorgenommen habe. Gemopst habe ich diese Idee von Juliana Fabula.

 

  1. Welches Projekt ist 2015 dein Liebstes gewesen und warum?

Ganz klar “Divinitas”, das mich fast das ganze Jahr über begleitet hat. Als ich im August die Verlagszusage für die Veröffentlichung bekam, konnte ich glücklicher nicht sein. Ich liebe meine Charaktere, allesamt, und bin auch mit dem Verlauf der Story unglaublich zufrieden. Ich freue mich auf “Falkenmädchen”, wo ich zumindest ein paar Charaktere wiedertreffen und deren Geschichte genauer beleuchten kann.

 

2. Welches Projekt ist 2015 dein Hassobjekt gewesen?

Auch hier fällt mir die Wahl leicht: “Ungenügend”. Es war für mich wahnsinnig schwer, mich auf ein anderes Genre als Fantasy einzulassen. Rückblickend weiß ich gar nicht mehr, warum ich diese Idee eigentlich hatte *lach* Über zwei Monate ließ ich das Manuskript links liegen, bis ich mich wieder dransetzen konnte. Dann lief’s gut und ich bin mit dem Ergebnis auch soweit zufrieden. Es ist nicht ein Herzensprojekt wie “Divinitas”, aber doch so, dass ich ohne Probleme zugeben kann, dass es von mir ist 😉

 

3. Welcher Charakter ist dir besonders ans Herz gewachsen?

Da gibt es eine Menge. Nicht nur meine Protagonisten als “Divinitas”, Fye und Vaan, sondern auch einige andere, wie Miranda (“Divinitas”) und Evelyn (“Ungenügend” und “Nemesis”), sowie Lucian (“Nemesis”) mag ich sehr.

 

4. Wie viele Wörter/Seiten hast du 2015 geschafft?

Hmm, mal überlegen… Knapp 75.000 für “Divinitas” (der Rest stand schon von vorher), 61.000 bei “Ungenügend”, 62.000 stehen derzeit bei “Nemesis” und knapp 10.000 bei “Falkenmädchen”. Macht zusammen rund 208.000 Wörter. Fast alle, bis vielleicht auf 40-50.000, habe ich nach August 2015 geschrieben.

 

5. Wie viele Wörter/Seiten hast du dir für 2016 vorgenommen?

Ich nehme am WriYoBo 2016 teil und habe mir dafür mindestens 240.000 Wörter vorgenommen. Ein Ziel, das ich durchaus schaffen kann.

 

6. Wie soll dein nächstes Projekt heißen? Magst du uns auch verraten um was es geht?

Über all meine Projekte kann hier nachgelesen werden => Portfolio. Ich glaube, es würde den Rahmen sprengen, jedes einzelne jetzt hier noch genauer vorzustellen 😉

 

7. Stelle uns deine Covers vor!

Auf meine Cover bin ich besonders stolz, da ich sie alle selbst designe. Daher hier die Cover der Veröffentlichungen, die für 2016 geplant sind.

divinitas-cover2-cmyk-neuerwolf-blog Falkenmaedchen-blog ungenuegend-klein Cover-Nemesis-v1-spoiler

Das letzte Cover gibt’s im Januar 2016 dann komplett zu sehen 😉

 

8. Was ist dein bester Tipp in 2015 gewesen, um am Ball zu bleiben?

Für mich war das ganz klar der NaNoWriMo. Als ich das erste Mal davon hörte, war ich sehr skeptisch. Nicht nur die hohe Wortzahl von 50.000 innerhalb eines Monats schreckte mich ab, sondern auch dieses ganze Brimborium drumherum. Und doch bin ich glücklich, daran teilgenommen und das Ziel noch zwei Tage vor Schluss erreicht zu haben! Dieses Event hat mir gezeigt, dass man alles schaffen kann, wenn man nur will und dran bleibt. Ich hoffe, ich kann das auch für 2016 umsetzen.

 

9. Welches Lied hast du auf deiner Playlist beim Schreiben in 2015 am meisten abgespielt?

Hmmm…

  1. Let it go – in zig verschiedenen Versionen (ich liebe besonders das Male Cover von Caleb Hyles)
  2. A thousand years von Christina Perri
  3. Is there anyone left von Galt Aureus

 

10. Was hat dich in 2015 am meisten inspiriert?

Da gibt es vieles. Bilder, Bücher, Filme und natürlich Musik. Ich kann gar nicht sagen, was davon am meisten.

 

11. Was hast du 2015 gelernt/entdeckt (im Bezug auf das Schreiben) was du vorher nicht kanntest/es falsch gemacht hast und nun fortführen wirst?

Was mich sehr beim Schreiben unterstützt, ist das Programm “Scrivener”, was ich seit 2015 nutzen. Ohne das kann ich mir das Schreiben gar nicht mehr vorstellen!

Ich bin ein Autor, der sehr wenig plottet. Ich habe zwar meine Charaktere im Kopf und weiß auch, wo ich mit meiner Story hinwill, aber der Weg dahin ist eher … unklar. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das ändern will. Wahrscheinlich nicht, denn ein fester Plot würde mich zu sehr einengen und mir den Spaß am Schreiben nehmen. Solange ich mich nicht in irgendeine Sackgasse manövriere, ist ja alles gut 🙂

 

12. Verrate uns deine/n Lieblingssatz/Lieblingssätze oder Lieblingsschnipsel aus deinem Projekt!

“Was   … Wie   …?”, stammle ich, ernte jedoch nur einen resignierten Blick. Ich räuspere mich und versuche es erneut. “Was machst du hier? Wie kommst du hierher? Und warum um alles in der Welt liegst du nackt auf mir?” Die letzte Frage schreie ich regelrecht, weil der Gedanke daran mich wahnsinnig macht. In zweierlei Hinsicht. (aus “Divinitas”)

»Hatte er eine kalte Schnauze oder war sie warm? Du weißt, wenn sie trocken ist, deutet das daraufhin, dass er sich irgendwas eingefangen hat.«
Ich suche irgendwas, das ich ihr an den Kopf donnern kann. Vorzugsweise etwas Hartes oder Spitzes. Warum macht es ihr so Spaß, auch noch Salz in meine Wunden zu streuen? (aus “Nemesis”)

Siedendheiß durchläuft es meinen Körper und ich fühle mich, als würde ich lichterloh in Flammen stehen. Gott, diese Stimme! Warum ist mir das nicht gleich aufgefallen? Wie konnte ich auch nur eine Sekunde daran zweifeln, dass sie es wirklich ist? Allein schon wie mein Vorname über ihre rosa Lippen kommt, bringt mich um den Verstand, und mein Herz pocht mir bis zum Hals. (aus “Ungenügend”)

Schon wenige Sekunden später erhebe ich mich mit einem spitzen Schrei in den Himmel, breite meine schwarzen Schwingen aus und segle durch die frische Morgenluft.
Mondscheinmädchen nennen sie mich, doch eigentlich ist das nicht richtig.
Denn ich bin das Falkenmädchen. (aus “Falkenmädchen”)

 

 

Ich hoffe, euch hat dieser kleine Rückblick meines Schreibjahres 2015 gefallen, und ich würde mich sehr freuen, wenn ihr 2016 einen Blick auf meine Neuerscheinungen werft (und natürlich auf “Divinitas”, wenn ihr das noch nicht getan habt). Bis dahin wünsche ich euch einen gute Rutsch und ein tolles neues Jahr 2016!

Eure Asuka

 

 

 

 

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