Divinitas (Divinitas #2)

Short Description

»Eine Halbelfe!«, ruft der Ritter angewidert und spuckt auf den Boden neben mir aus. »Ich dachte, diese Missgeburten hätte man ausgerottet!« Sie haben sie gesehen! Sie haben meine Ohren gesehen! Sie wissen, was ich bin! Von den Elfen verachtet und den Menschen gefürchtet hat sich die Halbelfe Fye in die Abgeschiedenheit zurückgezogen. Doch sie wird enttarnt und gefangen genommen und an der Schwelle von Leben und Tod gerät sie in eine uralte Fehde. Wer meint es ehrlich mit ihr – der verfluchte Prinz oder der strahlende Ritter?

Details

  • Collection: Divinitas-Reihe
  • Status: erschienen am 30.11.2015
  • Jetzt kaufen

Main Features

  • 348 Seiten
  • mit Illustrationen
  • Soft Broschure

Klappentext Divinitas

»Eine Halbelfe!«, ruft der Ritter angewidert und spuckt auf den Boden neben mir aus. »Ich dachte, diese Missgeburten hätte man ausgerottet!«
Sie haben sie gesehen! Sie haben meine Ohren gesehen! Sie wissen, was ich bin!

Von den Elfen verachtet und den Menschen gefürchtet hat sich die Halbelfe Fye in die Abgeschiedenheit zurückgezogen. Doch sie wird enttarnt und gefangen genommen und an der Schwelle von Leben und Tod gerät sie in eine uralte Fehde. Wer meint es ehrlich mit ihr – der verfluchte Prinz oder der strahlende Ritter?

 

Jetzt Divinitas kaufen

 Taschenbuch:
ISBN: 978-3-95991-022-4
Preis:  14,90 Euro

 Ebook:
ISBN: 978-3-95991-122-1
Preis: 4,99 Euro

Das sagen die Leser

LeFa Books

"Divinitas" lässt mich nicht mehr los und auch wenn ich nun ans Ende gelangt bin, habe ich von Fye und Vaan gelernt, dass dieses auch ein Anfang sein kann und wahre Gefühle die Welt und einen selbst bewegen, bis in die Gezeiten und auch darüber hinaus! Eine wahre Emfpehlung von mir
4.0
2016-04-15T17:37:35+00:00
"Divinitas" lässt mich nicht mehr los und auch wenn ich nun ans Ende gelangt bin, habe ich von Fye und Vaan gelernt, dass dieses auch ein Anfang sein kann und wahre Gefühle die Welt und einen selbst bewegen, bis in die Gezeiten und auch darüber hinaus! Eine wahre Emfpehlung von mir

Time to read a Fantasy Book

Diese Gesichte ist anders als ich es mir vorgestellt habe. Man merkt richtig wie viel die Autorin liebe, Herzblut und "schweiz" hinein gesteckt hat. Die Fantasy Welt von Fye habe ich mich komplett verliebt, wie die Geschichte und die Handlungen. Hiermit kann ich sagen, das Asuka meine Lieblingsautorin geworden ist und das dieses Buch mit zu meinen Lieblingsbücher gehört. Mein Highlight 2016. ♡
5.0
2016-04-15T17:57:26+00:00
Diese Gesichte ist anders als ich es mir vorgestellt habe. Man merkt richtig wie viel die Autorin liebe, Herzblut und "schweiz" hinein gesteckt hat. Die Fantasy Welt von Fye habe ich mich komplett verliebt, wie die Geschichte und die Handlungen. Hiermit kann ich sagen, das Asuka meine Lieblingsautorin geworden ist und das dieses Buch mit zu meinen Lieblingsbücher gehört. Mein Highlight 2016. ♡

Jenny

Das Buch nimmt ca. in der Mitte eine Wendung, mit der man definitiv nicht rechnet, dies bringt nochmal richtig Spannung in das Geschehen, so dass man das Buch nun wirklich nicht mehr aus der Hand legen kann. Mehr kann ich leider nicht dazu sagen, da ich sonst spoilern würde, aber so viel sei gesagt: es lohnt sich! Dies hat auch die Wankelmütigkeit von Fye wettgemacht, und so bekommt dieses Buch volle 5 Sterne 🙂 Auch toll finde ich das dieses Buch in sich abgeschlossen ist, was ja momentan eher eine Seltenheit bei diesem Genre ist.
5.0
2016-04-15T17:50:53+00:00
Das Buch nimmt ca. in der Mitte eine Wendung, mit der man definitiv nicht rechnet, dies bringt nochmal richtig Spannung in das Geschehen, so dass man das Buch nun wirklich nicht mehr aus der Hand legen kann. Mehr kann ich leider nicht dazu sagen, da ich sonst spoilern würde, aber so viel sei gesagt: es lohnt sich! Dies hat auch die Wankelmütigkeit von Fye wettgemacht, und so bekommt dieses Buch volle 5 Sterne 🙂 Auch toll finde ich das dieses Buch in sich abgeschlossen ist, was ja momentan eher eine Seltenheit bei diesem Genre ist.

Nicole

Das Gesamtpaket konnte mich hier absolut überzeugen! Divinitas von Asuka Lionera ist ein sehr spannender Fantasy-Roman mit einer ordentlichen Portion Romantik, der allerdings auch noch viel mehr zu bieten hat und mich sehr mitreißen konnte, so dass der Abschied am Ende doch schwer fällt. Ein ganz großer Wurf, nicht nur als Debüt-Roman!
5.0
2016-04-15T17:54:56+00:00
Das Gesamtpaket konnte mich hier absolut überzeugen! Divinitas von Asuka Lionera ist ein sehr spannender Fantasy-Roman mit einer ordentlichen Portion Romantik, der allerdings auch noch viel mehr zu bieten hat und mich sehr mitreißen konnte, so dass der Abschied am Ende doch schwer fällt. Ein ganz großer Wurf, nicht nur als Debüt-Roman!

Jeanne D’Arc Bücherblog

Ich würde sagen für mich persönlich stimmt in diesem Buch einfach das Gesamtpaket. Schön skizzierte Charakter, ein rundes Ende, eine tolle Story, ein gefühlvoller und spannender Schreibstil.
Auch wenn man die "Kampfszenen" noch etwas dramatischer hätte gestaltender können aber dies ist schon wieder nörgel auf hohem Niveau meinerseits.
5.0
2016-04-15T17:51:52+00:00
Ich würde sagen für mich persönlich stimmt in diesem Buch einfach das Gesamtpaket. Schön skizzierte Charakter, ein rundes Ende, eine tolle Story, ein gefühlvoller und spannender Schreibstil. Auch wenn man die "Kampfszenen" noch etwas dramatischer hätte gestaltender können aber dies ist schon wieder nörgel auf hohem Niveau meinerseits.

The secret between the lines.

Das soll ein Debütroman sein? - fragte ich mich die ganze Zeit über. Kaum zu glauben, denn dieses Buch ist sehr gefühlsvoll, emotional und sehr spannend geschrieben. Die Charaktere sind authentisch und facettenreich. Auch der Schreibstil ist wie gesagt, sehr flüssig und bildgewaltig. Ich hoffe, dass dieses Buch noch sehr vielen Lesern in die Hände fällt und dass diese dann dieses Buch genauso sehr lieben wie ich! Ich freue mich auf weitere Werke von der Autorin!
5.0
2016-04-15T17:47:58+00:00
Das soll ein Debütroman sein? - fragte ich mich die ganze Zeit über. Kaum zu glauben, denn dieses Buch ist sehr gefühlsvoll, emotional und sehr spannend geschrieben. Die Charaktere sind authentisch und facettenreich. Auch der Schreibstil ist wie gesagt, sehr flüssig und bildgewaltig. Ich hoffe, dass dieses Buch noch sehr vielen Lesern in die Hände fällt und dass diese dann dieses Buch genauso sehr lieben wie ich! Ich freue mich auf weitere Werke von der Autorin!

Fairy Books

Die spannungsgeladene Geschichte ist ein Einzelromaan, und auch wenn ich traurig bin weil es vorbei ist, so ist es eine angenehme Abwechslung zu all den Mehrteilern die es aktuell gibt.
Dennoch würde ich gerne mehr über Fye und Vaan lesen! Vielleicht gibt es ja irgendwann ein neues Abenteur? Oder ein Spin-off über die anderen interessanten Protagonisten?
Über Vaans Schwester oder auch seine Eltern würde ich gerne mehr erfahren.
5.0
2016-04-15T17:56:21+00:00
Die spannungsgeladene Geschichte ist ein Einzelromaan, und auch wenn ich traurig bin weil es vorbei ist, so ist es eine angenehme Abwechslung zu all den Mehrteilern die es aktuell gibt. Dennoch würde ich gerne mehr über Fye und Vaan lesen! Vielleicht gibt es ja irgendwann ein neues Abenteur? Oder ein Spin-off über die anderen interessanten Protagonisten? Über Vaans Schwester oder auch seine Eltern würde ich gerne mehr erfahren.

Sabrina

Divinitas ist ein fantastisches Abenteuer das man einfach lesen muss. Ich bin wirklich total begeistert und hoffe wir hören mehr aus dem Universum. Das Falkenmädchen steht schon auf meiner Wunschliste =) Ich muss einfach mehr Erfahren!
5.0
2016-04-15T17:53:04+00:00
Divinitas ist ein fantastisches Abenteuer das man einfach lesen muss. Ich bin wirklich total begeistert und hoffe wir hören mehr aus dem Universum. Das Falkenmädchen steht schon auf meiner Wunschliste =) Ich muss einfach mehr Erfahren!

Shaylana

Divinitas hat innerhalb von Stunden mein Herz erobert. Ich bin voll in der Geschichte und den Charakteren aufgegangen und möchte unbedingt noch mehr über diese Welt und die Figuren dort erfahren oder auch Fye und Vaan weiterhin begleiten. Von mir gibt es ganz klar 5* Sterne für einen gelungenen Debütroman.
5.0
2016-04-15T17:44:58+00:00
Divinitas hat innerhalb von Stunden mein Herz erobert. Ich bin voll in der Geschichte und den Charakteren aufgegangen und möchte unbedingt noch mehr über diese Welt und die Figuren dort erfahren oder auch Fye und Vaan weiterhin begleiten. Von mir gibt es ganz klar 5* Sterne für einen gelungenen Debütroman.

Nadine

Dieses Buch ist absolut lesenswert und ich kann es jedem Fantasy- und Elfenfan empfehlen! Mich haben die vielen Wendungen anfangs verwirrt, aber dann hat sich immer mehr die Wahrheit hinauskristallisiert bis ich einfach nur noch begeistert von den Umwegen war! Wenn man weiß wie es wirklich ist versteht man all die anderen Dinge und sieht die Sache ganz anders, was ich absolut super fand! Fye ist mir von Anfang an sympathisch gewesen und auch Vaan habe ich schnell ins Herz geschlossen. Es gab immer wieder Zweifel, was die Beziehung anging und ich konnte das ein oder andere Verhalten nicht verstehen, trotzdem finde ich die Ausgangssituation super!
5.0
2016-04-15T17:47:06+00:00
Dieses Buch ist absolut lesenswert und ich kann es jedem Fantasy- und Elfenfan empfehlen! Mich haben die vielen Wendungen anfangs verwirrt, aber dann hat sich immer mehr die Wahrheit hinauskristallisiert bis ich einfach nur noch begeistert von den Umwegen war! Wenn man weiß wie es wirklich ist versteht man all die anderen Dinge und sieht die Sache ganz anders, was ich absolut super fand! Fye ist mir von Anfang an sympathisch gewesen und auch Vaan habe ich schnell ins Herz geschlossen. Es gab immer wieder Zweifel, was die Beziehung anging und ich konnte das ein oder andere Verhalten nicht verstehen, trotzdem finde ich die Ausgangssituation super!

Nicole

Asuka ist hier eine Geschichte gelungen, die einerseits märchenähnlich dargestellt ist und mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet wurde - andererseits doch wieder sehr modern gehalten in Form und Schrift. Oftmals gab es hier Szenen, die so fein ausgearbeitet waren das man sie einfach fühlen konnte! Diese gekonnte Mischung machte das Buch sehr schnell zu einem Erlebnis, welches ich nicht aus der Hand legen konnte.
5.0
2016-04-15T17:44:18+00:00
Asuka ist hier eine Geschichte gelungen, die einerseits märchenähnlich dargestellt ist und mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet wurde - andererseits doch wieder sehr modern gehalten in Form und Schrift. Oftmals gab es hier Szenen, die so fein ausgearbeitet waren das man sie einfach fühlen konnte! Diese gekonnte Mischung machte das Buch sehr schnell zu einem Erlebnis, welches ich nicht aus der Hand legen konnte.

Ilys Bücherblog

An dieser Stelle muss ich ein großes Kompliment an die Autorin aussprechen, denn in der Tat ist "Divinitas" ein Buch, das für jeden Fantasy - Fan ein Must - Read ist. Da denkt man sich immer, dass man alles über Elfen schon mal gehört und gelesen hat und nichts mehr neues auf einen zukommen kann - und dann wird man von einem Debütroman dermaßen überrascht! Ach, was soll ich sagen! Die Geschichte ist einfach toll und grandios 🙂
5.0
2016-04-15T17:34:04+00:00
An dieser Stelle muss ich ein großes Kompliment an die Autorin aussprechen, denn in der Tat ist "Divinitas" ein Buch, das für jeden Fantasy - Fan ein Must - Read ist. Da denkt man sich immer, dass man alles über Elfen schon mal gehört und gelesen hat und nichts mehr neues auf einen zukommen kann - und dann wird man von einem Debütroman dermaßen überrascht! Ach, was soll ich sagen! Die Geschichte ist einfach toll und grandios 🙂

Pingu1988

Die Gedankengänge der beiden machen sie einfach so sympatisch und so real in meinem Kopf das ich sehr sehr seeehr oft einfach nur vor mich hingrinsen musste <3 Man merkt auch sehr stark, wie sich vorallem Fye im laufe der Geschichte weiterentwickelt.
5.0
2016-04-15T17:38:50+00:00
Die Gedankengänge der beiden machen sie einfach so sympatisch und so real in meinem Kopf das ich sehr sehr seeehr oft einfach nur vor mich hingrinsen musste <3 Man merkt auch sehr stark, wie sich vorallem Fye im laufe der Geschichte weiterentwickelt.

Books are my Life

Ein sehr in sich stimmiges Buch, das mir beim Lesen Freude bereitet hat. Die Chancen stehen gut, dass das nicht das letzte Mal gewesen sein wird und es mich irgendwann erneut an der Welt von Fye und Prinz Vaan und ihrer Geschichte teilhaben lassen wird. Ich bin gespannt, mit was für großartigen Werken uns die Autorin noch entzücken wird.
4.0
2016-05-07T12:48:18+00:00
Ein sehr in sich stimmiges Buch, das mir beim Lesen Freude bereitet hat. Die Chancen stehen gut, dass das nicht das letzte Mal gewesen sein wird und es mich irgendwann erneut an der Welt von Fye und Prinz Vaan und ihrer Geschichte teilhaben lassen wird. Ich bin gespannt, mit was für großartigen Werken uns die Autorin noch entzücken wird.

Arianes Fantasy-Bücher

Alles in Allem ist "Divinitas" wirklich gelungen und gehört für mich in jedes gut sortierte Bücherregal.
5.0
2016-06-09T15:22:52+00:00
Alles in Allem ist "Divinitas" wirklich gelungen und gehört für mich in jedes gut sortierte Bücherregal.

Hanna

"Divinitas" ist für mich mein Highlight des Jahres 2015. Gleich zu Beginn wird man in den Bann des Buches gezogen, sodass man das Buch nicht aus der Hand legen mag. Das liegt vermutlich hauptsächlich an dem sehr angenehmen Schreibstil, der einen die Zeit vergessen lässt, während man das Buch dann in kürzester Zeit liest. Was mir auch aufgefallen ist, dass die Charaktere manchmal sehr umgangssprachlich denken und reden, was für mich in einem Buch zwar ungewöhnlich erschien, aber mich auch oft zum Lachen gebracht hat. Fye ist eine tolle Protagonistin, die eine sehr große Entwicklung im Laufe des Buch vollzieht.
5.0
2016-04-15T17:49:43+00:00
"Divinitas" ist für mich mein Highlight des Jahres 2015. Gleich zu Beginn wird man in den Bann des Buches gezogen, sodass man das Buch nicht aus der Hand legen mag. Das liegt vermutlich hauptsächlich an dem sehr angenehmen Schreibstil, der einen die Zeit vergessen lässt, während man das Buch dann in kürzester Zeit liest. Was mir auch aufgefallen ist, dass die Charaktere manchmal sehr umgangssprachlich denken und reden, was für mich in einem Buch zwar ungewöhnlich erschien, aber mich auch oft zum Lachen gebracht hat. Fye ist eine tolle Protagonistin, die eine sehr große Entwicklung im Laufe des Buch vollzieht.
4.0
16

 

Leseproben Divinitas

Leseprobe Divinitas

Kapitel 1

 

Ich bin erledigt.

Vor meinen Füßen liegt die kümmerliche Ernte diesen Jahres: Kartoffeln, die nicht einmal halb so groß sind wie meine Faust, und verschrumpelte Rüben, die mich nicht einmal für eine Woche satt machen werden.

Der verregnete Frühling, der darauffolgende ungewöhnlich heiße Sommer und die daraus resultierende Hitze haben ihren Tribut gefordert.

Deprimiert lasse ich meinen Blick über das Feld vor mir gleiten und wische mir den Schweiß von der Stirn. Die Luft ist so drückend, dass mir selbst das Atmen schwerfällt.

Alles war umsonst. Die ganzen Tage, die ich in der prallen Sonne damit zugebracht habe, die harte, rissige Erde umzugraben. Das letzte Wasser, das ich mir vom Munde abgespart habe, um die zarten Pflänzchen zu gießen, die es doch schafften, sich einen Weg an die Oberfläche zu bahnen, nur um kurz darauf zu verbrennen.

Nervös beiße ich mir auf die Unterlippe, während ich zurück zu meiner Hütte laufe. Selbst der kleine Bach, der sonst so munter neben meinem Zuhause entlangplätscherte, ist zu einem traurigen Rinnsal verkommen. Zu wenig Wasser, um meine beiden Felder zu bestellen, die mich eigentlich über den Winter hätten bringen sollen.

Aber ich darf jetzt nicht aufgeben. Noch gibt es eine Möglichkeit, mich für die kommenden Monate satt zu machen. Es ist Zeit, meine zweite Nahrungsquelle zu überprüfen.

Nachdem ich meine langen braunen Haare zu einem Zopf geflochten habe, laufe ich im angrenzenden Wald die aufgestellten Fallen ab. Selbst hier scheint die Luft zu stehen, und die kahlen Bäume spenden kaum Schatten.

Es dauert nicht lange, bis ich die erste Schlinge erreicht habe.

Nichts. Wie schon die ganze letzte Woche.

Das trockene Laub unter meinen Füßen raschelt laut, während ich von einer Schlinge zur nächsten laufe, nur, um wieder enttäuscht zu werden.

Es ist zwar noch recht früh am Morgen, aber ich habe keine Hoffnung mehr, heute noch einen Hasen oder zumindest ein Eichhörnchen zu fangen. Schließlich hatte ich schon die ganze letzte Zeit kein Glück. Es scheint, als hätten sich auch die Tiere vor dieser unnatürlichen Hitze zurückgezogen. Wenn ich so darüber nachdenke, habe ich auch schon lange kein Reh mehr in den Dämmerstunden auf meiner Lichtung gesehen … Wie gerne würde ich es ihnen gleichtun, wenn es mir nur möglich wäre.

Beharrlich schiebe ich den Gedanken an die Konsequenzen beiseite, doch immer wieder schleichen sie sich zurück in meinen Kopf, setzen sich dort fest wie ein Geschwür. Da ich dieses Jahr keine Ernte haben werde und auch keinen Erfolg bei der Jagd, bleibt mir nur noch ein Ausweg. Langsam dämmert es mir, dass ich keine Wahl habe, und sofort bildet sich ein eiskalter Klumpen in meinem Bauch, der sich durch meine Eingeweide frisst.

Trotz der schwülen Hitze fröstelt es mich und ich reibe mir die Arme, um die Gänsehaut zu vertreiben, während ich zurück zu meiner Hütte laufe und dabei vollkommen in Gedanken versunken bin.

Ich will es nicht tun. Ich will nicht ins Dorf.

Aber ich weiß, dass ich es muss.

Nicht, weil ich den langen Marsch von etwa einem halben Tag scheue. Auch nicht, weil mir bei den dort verlangten Preisen die Galle hochkommt. All das könnte ich ertragen.

Aber es gibt eine Sache, die ich nicht ertragen kann: die Menschen. Sie sind es, die mir einen eiskalten Schauer nach dem anderen über den Rücken jagen, ohne dass ich etwas dagegen tun kann.

Warum kann es nicht so einfach wie vor ein paar Monaten sein? Früher ist alle paar Wochen ein fahrender Händler in den Wald gekommen. Etwa drei Stunden von meiner Hütte entfernt haben wir uns getroffen und ich habe ihm feines Wildfleisch, das ich erbeutet habe, oder Schmuck verkauft. Besonders die Armreife, die ich aus Rehgehörn oder Wildschweinhauern herstelle, waren bei den Frauen sehr beliebt und erzielten einen guten Preis.

Seit etwa einem halben Jahr ist er jedoch nicht mehr aufgetaucht, und obwohl er ein Mensch ist, mache ich mir Sorgen um den alten Händler. Er war in Ordnung und stellte keine Fragen. Er nahm, was ich ihm brachte, und entlohnte mich ordentlich dafür.

Außerdem hat er mir in der Vergangenheit oft die Bestellungen aus dem Dorf geliefert, die ich bei ihm aufgeben konnte und die ich dann in einer nahegelegenen Höhle verstaut und einzeln zu meiner Hütte geschleppt habe. Ein Vorgehen, das auch schon meine Ziehmutter so praktiziert hat.

Sehr mühselig, aber ich habe keine andere Wahl, um unerkannt zu bleiben. Und ich kam so jedes Mal um einen Besuch im Dorf herum.

Die Menschen dürfen nicht wissen, was ich bin. Sie dürfen nicht einmal ahnen, was so nah an ihrem Dorf lebt.

Ich bin mir sicher, dass die Ernte im Dorf Thiras nicht so katastrophal ausgefallen ist wie bei mir, schließlich liegt das Dorf direkt an einem vom Fluss gespeisten See. Aber hier, mitten im Wald, habe ich nichts außer dem kleinen Bach, der nahezu versiegt ist. Ich werde also im Dorf zumindest die Chance haben, alles Notwendige zu bekommen, um den Winter überleben zu können.

Trotzdem ertappe ich mich dabei, wie ich sinnlose Tätigkeiten verrichte oder den Staubkörnern dabei zuschaue, wie sie im Sonnenlicht tanzen. Alles, um den Aufbruch hinauszuzögern.

Genervt fahre ich mir mit der Hand durchs Gesicht und ärgere mich über mich selbst. Das ist sonst nicht meine Art …

Du kannst das, Fye. Du warst schon so oft im Dorf und niemals ist etwas passiert. Auch diesmal wird alles gut gehen, ganz bestimmt.

Tatsächlich war ich seit dem Tod meiner Ziehmutter Bryande nur ein einziges Mal im Dorf. Seitdem lebe ich von meinen Feldern und dem, was der Wald mir gibt. Hin und wieder habe ich auch etwas bei dem fahrenden Händler gekauft oder getauscht. Es waren gute Jahre mit noch besseren Ernten und ich habe keinen Gedanken daran verschwendet, dass es einmal anders sein könnte, was sich nun natürlich rächt.

Menschenmassen jagen mir schon bei der bloßen Vorstellung eine unwahrscheinliche Angst ein, doch es hat keinen Sinn. Ich kann es sicherlich noch ein paar Tage hinauszögern, aber früher oder später werde ich mich auf den Weg ins Dorf machen müssen. Lieber bringe ich es heute hinter mich, als dass ich mich noch weitere Tage ängstige.

Auch wird es dann noch einige Tage dauern, bis die Ware geliefert wird, denn alles werde ich nicht auf einmal mitnehmen können, und wieder einige Tage länger, bis ich alles von der Höhle zu meiner Hütte geschafft habe. Außerdem muss ich erst mal einen Lieferanten finden, der bereit ist, meine gekauften Waren mit seinem Karren mitten in den Wald zu fahren und dort abzuladen-und dabei keinerlei Fragen zu stellen. Das wird mich einiges kosten …

Puh … Also, auf geht´s! Nachdem ich ein paar Mal tief ein und ausgeatmet habe, streife ich die von der Feldarbeit schmutzige Kleidung ab, schlüpfe in eine enge Hose und ziehe ein braunes Wams über, das mir bis zu den Knien reicht und das ich mit einem Gürtel in der Taille umschließe.

Anschließend kratze ich alle meine Ersparnisse zusammen, um den Händler und den Lieferanten im Dorf bezahlen zu können. Wohlweislich nehme ich mehr Münzen mit: Einerseits, weil nach dem unnatürlich heißen Sommer die Preise gestiegen sein werden und andererseits, um mir Verschwiegenheit zu erkaufen.

Ich verstaue die Münzen in einem Lederbeutel, den ich an den Gürtel binde, und greife nach meinem grünen Umhang, den ich vorne mit einer silbernen Schließe zusammenhalte. Bevor ich meine Hütte verlasse, schlage ich die Kapuze über den Kopf, um meine Ohren zu verdecken, sodass niemand auf den ersten Blick sehen kann, dass ich nicht menschlich bin.

Meine Ohren. Mein Makel. Das Zeichen meiner Herkunft.

Beim Hinausgehen greife ich nach meinem Stab und ziehe die Kapuze trotz der Hitze tief ins Gesicht, während ich krampfhaft versuche, die Panik niederzukämpfen, die Besitz von mir ergreift.

Unter keinen Umständen dürfen die Menschen sehen, was ich bin. Es wäre mein sicherer Tod.

Gerne würde ich auf den dicken Umhang und die Kapuze verzichten, aber sie sind unumgänglich, wenn ich die Sicherheit meiner Lichtung verlasse. Denn egal, wie ich meine Haare frisiere – ob ich sie offen lasse, flechte oder hochstecke -, immer spitzen meine Ohren hindurch. Jeder würde sofort sehen, was ich bin.

Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich mit meiner Ziehmutter das Dorf besucht habe. Es ist bisher immer gut gegangen und wird auch heute gutgehen. In einigen Stunden werde ich schon wieder in meiner Hütte sein und über meine Angst lachen.

Ich lege die Hand um meine silberne Schließe, atme tief durch und schlage einen schnellen Schritt Richtung Dorf ein.



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